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Differenziertes Angebot ohne äußere Unterteilung in Leistungsgruppen

 

Als ich 1998 um den Schulversuch "Sprachklasse der HS Prutz/Ried u.U." ansuchte, musste ich dies tun, weil die Differenzierung in Leistungsgruppen für die Hauptschule vorgesehen war und eine Änderung nur als Schulversuch durchgeführt werden durfte.

Mir persönlich erschien als KV immer schon die äußere Trennung von Leistungsgruppen eher ein Nachteil aus verschiedenen Gründen, für die Einführung einer Sprachklasse allerdings war die innere Differenzierung eine notwendige Voraussetzung.

Zum Vergleich dazu ein kurzer Auszug aus der Beschreibung des Bundesministeriums zum Modellversuch "Neue Mittelschule" 2008:

Heterogene Stammklassen mit innerer Differenzierung

durch den Unterricht in heterogenen Stammklassen ohne Leistungsgruppendifferenzierung soll den jeweiligen Leistungsniveaus der SchülerInnen optimal entsprochen und vor allem einem Leistungsversagen entgegengewirkt werden. Die Arbeit mit differenziertem Übungsmaterial ermöglicht Individualisierung und hat einen hohen motivationalen Effekt vor allem bei leistungsschwächeren Schülern. Im Lernprozess wird auf realistische Selbsteinschätzung, Verbesserung der Kooperations-und Kommunikationsfähigkeit, Selbstständigkeit und Selbstverantwortung geachtet. Sowohl Unterrichtsorganisation als auch Beurteilungsmodalität sollen zum Aufbau einer angstfreien Lern- und Arbeitsatmosphäre beitragen. Dahinter steht die Annahme, dass Heterogenität das Lernen fördert und nicht behindert, sie ist die Voraussetzung für Lernprozesse, die auch verstärkt innerhalb der Peergroup ablaufen.

Wie man unschwer erkennen kann, werden in der Neuen Mittelschule zehn Jahre später auch Ideen aufgegriffen, die in der Sprachklasse der HS Prutz/Ried schon seit 1998 Realität sind.